Hier ist Sanghoon Jeon von Smartleader – wir bringen IT-Trends auf den Punkt.
Das Galaxy Fold8 Wide ist ein völlig neues Format: zugeklappt etwa so groß wie ein Reisepass, aufgeklappt im Seitenverhältnis 4:3.
Mit 201 g laut offiziellen Herstellerangaben ist es das leichteste Galaxy Z Fold aller Zeiten, und es kostet 200 € weniger als das Ultra.
Für den niedrigeren Preis müssen Sie an einigen Stellen Abstriche machen.
Technische Daten, Preis, Farben, Kamera und die genauen Unterschiede zum Ultra: Hier finden Sie alle Entscheidungsgrundlagen, wenn Sie zwischen den beiden Modellen schwanken.
ℹ️ Dieser Beitrag enthält Infografiken auf Basis offizieller Spezifikationen sowie KI-generierte Konzeptbilder. Die Konzeptbilder können vom tatsächlichen Produkt abweichen.
※ Alle Preis- und Ausstattungsvergleiche in diesem Beitrag beziehen sich auf die Variante mit 12 GB RAM / 256 GB.
📌 Das Wichtigste in Kürze
[Offiziell bestätigt]
- Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy, 3 nm
- Hauptdisplay 7,6 Zoll im 4:3-Format, Cover-Display 5,5 Zoll im 10:16-Format, beide mit 3.000 nit
- 4.800 mAh, 45 W kabelgebunden, 20 W kabellos
- 201 g – das leichteste Galaxy Z Fold aller Zeiten
[Unterschiede zum Ultra]
- Kein optisches Tele (das Fold8 Ultra bietet 3-fach optisch)
- Kein Flex-Modus
- 14 g leichter, aber 0,8 mm dicker
- 200 € günstiger
[Marktstart, Preis & Varianten]
- Offizieller Marktstart am 7. August 2026
- 256 GB für 1.999 €, 512 GB für 2.199 €
- 9,1 % günstiger als das Fold8 Ultra
[Noch offen]
- Sichtbarkeit der Falte und Haltbarkeit des Scharniers nach längerer Nutzung
- Wie weit sich die App-Optimierung für das 4:3-Format durchsetzt
- Benchmark-Nachmessungen auf Basis der Serien-Software
- Quantitative Kamerabewertung (bei DXOMARK noch nicht gelistet)
[Fazit] Wenn Sie viel Video schauen und lesen, passt das Fold8 Wide. Sind Ihnen Kamera und Flex-Modus wichtig, greifen Sie besser zum Ultra.
- 📌 Das Wichtigste in Kürze
- 1. Galaxy Fold8 Wide: Was unterscheidet es vom Ultra?
- 2. Galaxy Fold8 Wide im 4:3-Format: Was ändert das?
- 3. Galaxy Fold8 Wide technische Daten: Was zählt wirklich?
- 4. Samsung Fold8 Wide Kamera: Geht es ohne optisches Tele?
- 5. Galaxy Z Fold8 Wide Preis: angemessen oder nicht?
- 6. Galaxy Fold8 Wide Farben: Welche Optionen haben Sie?
- 7. Galaxy Fold8 Wide vs Ultra Unterschied: Wie fällt die Abwägung aus?
- 💡 FAQ
- ✨ Abschließende Einschätzung
1. Galaxy Fold8 Wide: Was unterscheidet es vom Ultra?
Das Galaxy Fold8 Wide ist keine abgespeckte Version des Ultra, sondern ein eigenständiger Formfaktor, den Samsung in diesem Jahr neu geschaffen hat.
Samsung erklärt in seinen offiziellen Unterlagen, dass die bisherige Z-Fold-Linie im Galaxy Z Fold8 Ultra fortgeführt wird und das Galaxy Z Fold8 als komplett neue Form von Grund auf neu entworfen wurde.
Der direkte Nachfolger des Fold7 ist also nicht das gleichnamige Fold8, sondern das Fold8 Ultra.
Die beiden Modelle verfolgen unterschiedliche Ziele.
Das Galaxy Z Fold8 Ultra richtet sich an alle, die maximale Kameraleistung und Multitasking wollen, das Galaxy Z Fold8 an alle, die viel Zeit mit Schauen und Lesen verbringen.
☑️ Zuerst die offizielle Modellbezeichnung
Die offizielle Bezeichnung lautet Galaxy Z Fold8.
„Wide“ ist kein offizieller Produktname, sondern ein verbreiteter Zusatz, mit dem sich der neue Formfaktor abgrenzen lässt.
Einige Medien schreiben allerdings Galaxy Z Fold Wide, und schon in der Leak-Phase vor der Vorstellung kursierte der Name Fold Wide.
In diesem Beitrag verwenden wir zur Abgrenzung vom Ultra die Bezeichnung „Fold8 Wide“.
☑️ Vier Unterschiede zum Fold8 Ultra
Die Unterschiede zwischen beiden Modellen lassen sich auf vier Punkte zusammenfassen.
- Bildschirmformat — Das Fold8 Wide nutzt 4:3 innen und 10:16 außen, das Fold8 Ultra rund 1,1:1 innen und 21:9 außen
- Gewicht und Dicke — Das Fold8 Wide ist 14 g leichter, zugeklappt aber 0,8 mm dicker
- Kamera — Das Fold8 Wide hat zwei Kameras auf der Rückseite und kein optisches Tele, das Fold8 Ultra drei Kameras inklusive 3-fach-Tele
- Flex-Modus — Beim Fold8 Wide nicht verfügbar, beim Fold8 Ultra unterstützt
Preislich liegen rund 200 € dazwischen. Als Tabelle sieht das so aus:
| Merkmal | Galaxy Z Fold8 (Wide) | Galaxy Z Fold8 Ultra |
|---|---|---|
| Hauptdisplay | 7,6 Zoll, 4:3, 3.000 nit | 8,0 Zoll, ca. 1,1:1, 3.000 nit |
| Cover-Display | 5,5 Zoll, 10:16 | 6,5 Zoll, 21:9 |
| Rückkamera | 50 MP + 50 MP | 200 MP + 50 MP + 10 MP Tele |
| Akku | 4.800 mAh | 5.000 mAh |
| Gewicht | 201 g | 215 g |
| Dicke zugeklappt | 9,7 mm | 8,9 mm |
| Flex-Modus | Nicht verfügbar | Verfügbar |
| Preis (256 GB) | 1.999 € | 2.199 € |
Die Leistung fehlt in der Tabelle, weil beide Modelle denselben Chip verwenden.
Ganz ohne Unterschied bleibt es trotzdem nicht – warum, klären wir später gesondert.
☑️ Warum der Flex-Modus fehlt
Beim Flex-Modus klappen Sie das Foldable halb zusammen, stellen es wie einen Laptop auf und teilen den Bildschirm in eine obere und eine untere Hälfte.
Oben läuft das Video, unten sitzen die Wiedergabesteuerung oder die Kommentare – das typische Beispiel ist YouTube.
Auch die Kamera teilt sich so auf: oben die Vorschau, unten der Auslöserbereich.
Weil das Gerät selbst als Stativ dient, ersetzt es bei Gruppenfotos oder Nachtaufnahmen bis zu einem gewissen Grad ein echtes Stativ.
Zur Einordnung: Das ist nicht dasselbe wie das Multi-Window, mit dem Sie zwei Apps gleichzeitig öffnen.
Beim Flex-Modus teilt eine einzige App den Bildschirm passend zum Öffnungswinkel auf, beim Multi-Window liegen zwei verschiedene Apps nebeneinander auf dem aufgeklappten Display.
Das Fold8 Wide unterstützt diesen Flex-Modus nicht. Der Grund liegt in der Scharnierkonstruktion.
SamMobile fasst zusammen, dass das Fold8 Wide ein einfacheres Scharnier als das Ultra nutzt und von vornherein nicht für den Flex-Modus ausgelegt wurde.
Die Erklärung von Engadget geht weiter ins Detail: Wegen der Federcharakteristik des Scharniers klappt das Gerät im halb geöffneten Zustand von selbst zu, stabil bleiben nur die beiden Endlagen – vollständig zugeklappt oder vollständig aufgeklappt.
Der Zeltmodus, bei dem Sie das Gerät mit nach außen zeigendem Display aufstellen, sei dagegen möglich.
Beide Einordnungen zusammengenommen: Das Fold8 Wide wurde von Anfang an ohne Flex-Modus geplant.
Ob das einfachere Scharnier eine Kostenfrage war oder anderen Konstruktionszielen folgte, hat Samsung nicht mitgeteilt.
2. Galaxy Fold8 Wide im 4:3-Format: Was ändert das?
Die Kombination aus 4:3 aufgeklappt und 10:16 zugeklappt ist der eigentliche Grund, warum es dieses Modell überhaupt gibt.
Samsung erklärt dazu, das 4:3-Hauptdisplay reduziere ungenutzte Randflächen und eigne sich damit für Videos, Spiele und längere Lesetexte, während das 10:16-Cover-Display im zugeklappten Zustand auf kurze, häufig wiederholte Nutzung wie Nachrichten, Social Media und Kurzvideos zugeschnitten sei.
Interessant ist, dass sich die beiden Displays je ein Tablet-Format von Apple und Samsung teilen.
Das 4:3-Format im aufgeklappten Zustand pflegt Apple seit Langem beim iPad, und das 10:16-Cover-Display ergibt quer gehalten die 16:10 der Galaxy-Tab-Reihe.
☑️ Aufgeklappt schrumpfen die Letterbox-Balken
Bei den bisherigen Fold-Modellen blieben bei 16:9-Videos oben und unten breite schwarze Balken stehen.
Das liegt daran, dass das Displayformat nahezu quadratisch ist.
4:3 verkleinert genau diese schwarzen Balken, also die Letterbox-Ränder.
Engadget kommt zu dem Ergebnis, dass die dargestellte Fläche bei 16:9-Inhalten beim Fold8 Wide sogar etwas größer ausfällt als beim Ultra mit seiner größeren Diagonale.
Dass ausgerechnet das größere Display schlechter abschneidet, liegt daran, dass die zusätzliche Fläche nicht in ein größeres Bild fließt, sondern in schwarze Ränder oben und unten.
Entschieden wird dieser Punkt also nicht über die Displaygröße, sondern über die Ränder.
Halten Sie dasselbe Display hochkant, ergibt sich ein Format nahe 3:4 – laut Samsung bewusst so ausgelegt, dass Artikel und E-Books gut lesbar sind.
☑️ Zugeklappt: das 10:16-Cover-Display
Den größten Teil der tatsächlichen Nutzungszeit verbringen Sie mit diesem Gerät im zugeklappten Zustand.
Das 5,5 Zoll große Cover-Display fällt in der Höhe kürzer und in der Breite ausladender aus als bei einem gewöhnlichen Smartphone.
Die Stärke dieser Breite liegt bei Eingabe und Bedienung.
Gizmodo nennt als größten Vorteil, dass der Daumen im zugeklappten Zustand bis an die Displayränder reicht, und stellt fest, dass beim beidhändigen Tippen die größeren Tasten die Zahl der Vertipper senken.
Nachrichten schreiben oder kurz auf die Karte schauen erledigen Sie damit, ohne aufzuklappen.
GSMArena weist allerdings darauf hin, dass ein iPhone 17 Pro im direkten Vergleich mehr Inhalt auf einen Bildschirm bringt.
Wer lange Feeds durchgeht, scrollt hier also eher mehr. Beim Handgefühl gehen die Bewertungen auseinander.
Einige Medien kritisieren die zugeklappte Breite als übertrieben, und auch unter Nutzerinnen und Nutzern gehen die Meinungen zum Griffgefühl in einer Hand auseinander.
Persönlich halte ich es für sicherer, das Gerät bei eher kleinen Händen im Laden einmal selbst in die Hand zu nehmen, bevor Sie sich entscheiden.
Dieser Punkt lässt sich nicht durch Messwerte ersetzen.
3. Galaxy Fold8 Wide technische Daten: Was zählt wirklich?
Bei den technischen Daten des Galaxy Fold8 Wide sind die Kernpunkte der Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy, das aufgeklappt 7,6 Zoll große Display mit 3.000 nit, der 4.800-mAh-Akku, 45 W kabelgebundenes Laden sowie 12 GB RAM und 256 GB Speicher.
Die wichtigsten Punkte im Überblick (auf Basis des offiziellen Datenblatts aus dem Samsung Newsroom):
| Merkmal | Galaxy Z Fold8 (Wide) |
|---|---|
| Chipsatz | Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy (3 nm), 4,74 GHz / 3,6 GHz |
| Hauptdisplay | 7,6 Zoll, 1.848 × 2.448, 4:3, 1–120 Hz, 3.000 nit |
| Cover-Display | 5,5 Zoll, 1.972 × 1.248, 10:16, 1–120 Hz, 3.000 nit |
| Kamera | Weitwinkel 50 MP F1.8 OIS + Ultraweitwinkel 50 MP F1.9 (kein Tele) |
| Akku und Laden | 4.800 mAh, 45 W kabelgebunden, 20 W kabellos, Wireless PowerShare |
| Maße und Gewicht | Aufgeklappt 4,5 mm, zugeklappt 9,7 mm, 201 g |
| Schutzart | IP48 |
| Materialien | Armor-Aluminium-Rahmen, Cover mit Gorilla Glass Ceramic 3, Rückseite mit Gorilla Glass Victus 2, Flex-Titanium |
| Software | 7 OS-Upgrades, Sicherheitsupdates bis 31. Juli 2033 |
Besonders genau hinschauen sollten Sie beim Software-Support.
Die Sicherheitsupdates bis zum 31. Juli 2033 sind bestätigt, bei den OS-Upgrades sind laut Medienberichten sieben Generationen zu erwarten.
Da ab Werk Android 17 läuft, würde das bis Android 24 reichen.
Samsung hatte die OS-Upgrades im Februar 2022 von drei auf vier Generationen ausgeweitet, sieben Generationen gelten seit der Galaxy-S24-Serie aus dem Jahr 2024.
Wenn Sie Ihr Gerät lange nutzen wollen, ist das ein wichtiges Kriterium.
Schade ist dagegen IP48.
Bei der IP-Angabe steht die erste Ziffer für den Schutz gegen Staub, die zweite für den Schutz gegen Wasser.
Die 4 vorne bedeutet Schutz gegen Objekte größer als 1 mm, die 8 hinten steht für 30 Minuten in bis zu 1,5 m Süßwasser.
Gegen Wasser ist das Gerät also robust, gegen Staub und Sand jedoch anfällig – ein Kontrast zum Galaxy S26 Ultra derselben Generation, das als Spitzenmodell der klassischen Barrenform IP68 bietet.
Es gibt noch weitere Punkte, die Sie kennen sollten.
Ein microSD-Steckplatz fehlt, der Fingerabdrucksensor sitzt nicht unter dem Display, sondern in der seitlichen Ein-/Aus-Taste, und Qi2-Magnete sind nicht im Gehäuse verbaut – für magnetisches Zubehör brauchen Sie also eine passende Hülle.
Bei den Verbindungsstandards sind Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 an Bord, und DeX lässt sich wie gewohnt nutzen.
☑️ Wie hell wird das Display?
Die Messwerte von GSMArena liegen sogar etwas über den offiziell angegebenen 3.000 nit von Samsung.
| Messwert | Fold8 Wide Hauptdisplay | Fold8 Ultra Hauptdisplay |
|---|---|---|
| Manuelles Maximum (75-%-Fenster) | 747 nit | 724 nit |
| Automatik + High Brightness (75-%-Fenster) | 1.525 nit | 1.432 nit |
| Spitzenwert (10-%-Fenster) | 3.132 nit | 2.980 nit |
In allen drei Messbedingungen liegt das Fold8 Wide über dem Ultra.
Die Displayhelligkeit gehört damit zu den wenigen Punkten, bei denen dieses Modell dem Ultra nicht nachsteht.
Beachten Sie aber: Die 3.000 nit gelten, wenn nur 10 % der Displayfläche hell dargestellt werden.
Wird der Großteil des Displays hell genutzt, liegt der Wert bei etwa 1.500 nit – und dieser Wert kommt dem näher, was Sie im Freien tatsächlich wahrnehmen.
☑️ Wie steht es um Leistung und Wärmeentwicklung?
Bei der CPU liegt das Gerät praktisch auf Ultra-Niveau, bei Grafik und Dauerleistung öffnet sich dagegen eine Lücke.
Dass trotz identischem Chip Unterschiede entstehen, hat einen Grund.
Hier die von Tom’s Guide ermittelten Geekbench-6.7-Werte:
| Gerät | Single-Core | Multi-Core |
|---|---|---|
| Galaxy Z Fold8 Ultra | 3.733 | 11.457 |
| Galaxy Z Flip8 | 3.627 | 11.215 |
| Galaxy Z Fold8 (Wide) | 3.659 | 11.020 |
| Galaxy Z Fold7 (Referenz) | 3.052 | 9.735 |
Im Single-Core liegt das Gerät 2,0 % unter dem Ultra, im Multi-Core 3,8 %.
Gegenüber dem Fold7 der Vorgängergeneration liegt es im Multi-Core 13,2 % vorn.
Der CPU-Abstand zum Ultra ist im Alltag also kaum spürbar. Bei der Grafik fällt der Abstand deutlicher aus.
In den Messungen von Tom’s Guide erreichte das Fold8 Wide im 3DMark Wild Life Unlimited 26.608 Punkte, das Ultra 30.980 Punkte und das Fold7 20.529 Punkte.
Das sind 14,1 % weniger als beim Ultra und 29,6 % mehr als beim Fold7.
Das eigentliche Thema ist die Dauerleistung.
Im Belastungstest von GSMArena verlor das Fold8 Wide nach längerer Last rund die Hälfte seiner Ausgangsleistung, und die Oberflächentemperatur stieg spürbar höher als beim S26 Ultra.
Der Leistungsabfall auf die Hälfte trifft allerdings auch auf das S26 Ultra zu, dieser Rückgang ist also kein spezifisches Problem des Fold8 Wide.
Der Unterschied liegt bei der Temperatur.
GSMArena analysiert, dass Samsung die Leistung wegen der schwierigen Wärmeabfuhr in einer Foldable-Konstruktion von vornherein konservativ ausgelegt hat und die Punktzahlen deshalb trotz identischem Chip niedriger ausfallen.
Und selbst mit dieser konservativen Auslegung fällt die Oberflächentemperatur höher aus.
In einer faltbaren Konstruktion ist der Weg für die Wärme nach außen schlicht enger.
Beim Starten von Apps, beim Surfen oder beim Kamerabetrieb werden Sie kaum je einen Unterschied bemerken.
Wenn Sie dagegen anspruchsvolle Spiele länger als 30 Minuten am Stück laufen lassen oder lange Videos aufnehmen, zeigen sich Unterschiede bei Framestabilität und Wärmeentwicklung.
Persönlich gehe ich davon aus, dass Sie den Unterschied kaum spüren, sofern Sie nicht über lange Zeiträume spielen.
☑️ Was leisten Akku und Ladefunktion?
Der Akku fasst 4.800 mAh (nominal 4.660 mAh) und ist damit kleiner als die 5.000 mAh des Ultra.
Bei den Ladestandards sind beide Modelle dagegen identisch: 45 W kabelgebunden, 20 W kabellos.
Hier die Ergebnisse des Ladetests, den GSMArena mit einem 45-W-Netzteil und dem beiliegenden Kabel im zugeklappten Zustand durchgeführt hat:
| Ladezeit | Fold8 Wide | Fold8 Ultra | Fold7 (Referenz) |
|---|---|---|---|
| 15 Minuten | 39 % | 41 % | 28 % |
| 30 Minuten | 65 % | 71 % | 53 % |
| Vollladung | 1 Std. 9 Min. | 1 Std. | 1 Std. 27 Min. |
Obwohl das Wide-Modell die kleinere Akkukapazität hat, lädt es langsamer als das Ultra.
Zur Erinnerung: Das 45-W-Netzteil ist separat erhältlich.
☑️ Galaxy Z Fold8 Wide Gewicht: 201 g bei 9,7 mm Dicke
Mit 201 g ist es das leichteste Galaxy Z Fold aller Zeiten.
Die folgende Tabelle gibt Ihnen ein Gefühl dafür.
Dass ein Foldable leichter ausfällt als das Spitzenmodell der klassischen Barrenform, gilt in dieser Reihe zum ersten Mal.
| Merkmal | Fold8 Wide | Fold8 Ultra | S26 Ultra |
|---|---|---|---|
| Gewicht | 201 g | 215 g | 214 g |
| Dicke zugeklappt | 9,7 mm | 8,9 mm | 7,9 mm (einteilig) |
| Dicke aufgeklappt | 4,5 mm | 4,1 mm | Entfällt |
Interessant ist, dass Gewicht und Dicke in entgegengesetzte Richtungen laufen.
Sowohl zugeklappt als auch aufgeklappt ist das Gerät dicker als das Ultra.
4. Samsung Fold8 Wide Kamera: Geht es ohne optisches Tele?
Die Samsung Fold8 Wide Kamera besteht aus zwei Objektiven: 50 MP Weitwinkel und 50 MP Ultraweitwinkel.
Ein optisches Teleobjektiv fehlt.
Das ist der am häufigsten kritisierte Punkt dieses Modells.
Die Ausstattung nach Objektiven:
| Objektiv | Fold8 Wide | Fold8 Ultra |
|---|---|---|
| Weitwinkel | 50 MP F1.8, OIS | 200 MP F1.7, OIS |
| Ultraweitwinkel | 50 MP F1.9 | 50 MP F1.9 |
| Tele | Nicht vorhanden (2-fach Sensor-Crop) | 10 MP F2.4, 3-fach optisch |
| Maximaler Zoom | 10-fach digital | 3-fach optisch + digital |
Der Eintrag „2-fach Sensor-Crop“ in der Tabelle verdient dabei besondere Aufmerksamkeit.
Auch die Kamera-App des Fold8 Wide zeigt eine 2-fach-Stufe an, dabei handelt es sich jedoch nicht um optischen Zoom, sondern um einen Ausschnitt aus der Mitte des 50-Megapixel-Sensors.
Weil genügend Pixel zur Verfügung stehen, sind die Ergebnisse bei gutem Licht durchaus brauchbar.
Nimmt das Licht ab, treten die Grenzen des Ausschnitts jedoch unmittelbar zutage. Videos nimmt das Gerät bis 8K mit 30 fps auf.
Die Cine-LUT-Presets für filmische Farbgebung schon bei der Aufnahme, der APV-Codec und die 8K-Bearbeitung bleiben allerdings dem Galaxy Fold8 Ultra vorbehalten.
Persönlich halte ich dieses Modell für ungeeignet, wenn Sie viel auf Distanz fotografieren.
Umgekehrt werden Sie bei Alltagsschnappschüssen und weiten Landschaften selten etwas vermissen.
☑️ Das Ultraweitwinkel ist auf Ultra-Niveau
Das Fold8 Wide nutzt dasselbe 50-MP-Ultraweitwinkel mit F1.9 wie das Ultra.
Es ist der einzige Punkt der Kameraausstattung, der auf gleicher Stufe steht. Dass diese Ausstattung ins Gewicht fällt, hat einen Grund.
Das Ultraweitwinkel ist das Objektiv, das bei schwachem Licht als Erstes einbricht.
Je weiter der Bildwinkel, desto kleiner die einzelnen Pixel – und desto schwerer fällt es, in dunkler Umgebung genügend Licht einzufangen.
Sind wie bei diesem Modell Auflösung und Blende gleichermaßen großzügig ausgelegt, bleibt auch bei Gruppenfotos in Innenräumen oder Nachtlandschaften ein gewisses Qualitätsniveau erhalten.
5. Galaxy Z Fold8 Wide Preis: angemessen oder nicht?
Der Galaxy Z Fold8 Wide Preis beträgt in der Variante mit 12 GB und 256 GB 1.999 € – laut offiziellem Samsung Online Shop.
Im Vergleich zum Fold8 Ultra verzichten Sie auf einige Funktionen und Ausstattungsmerkmale, erhalten dafür das 4:3-Format und zahlen 200 € weniger.
Im Vergleich zum Galaxy S26 Ultra in Barrenform kostet Sie das faltbare Display 550 € Aufpreis.
Die Preise der drei Foldables im Überblick:
| Modell (12 GB/256 GB) | Preis |
|---|---|
| Galaxy Z Fold8 Ultra | 2.199 € |
| Galaxy Z Fold8 (Wide) | 1.999 € |
| Galaxy Z Flip8 | 1.299 € |
☑️ Wie hoch sind die Aufpreise zwischen den Varianten?
Die Aufpreise fallen von Stufe zu Stufe nicht gleichmäßig aus.
| Variante (RAM · Speicher) | Preis | Aufpreis zur Stufe darunter |
|---|---|---|
| 12 GB · 256 GB | 1.999 € | — |
| 12 GB · 512 GB | 2.199 € | +200 € |
| 16 GB · 1 TB | 2.599 € | +400 € |
Von 256 GB auf 512 GB kostet der Schritt 200 €, von 512 GB auf 1 TB dagegen 400 €.
Beim 1-TB-Modell steigt allerdings auch der Arbeitsspeicher auf 16 GB, der Aufpreis entfällt also nicht allein auf den Speicherplatz.
Persönlich halte ich es für vernünftig, bei 512 GB Schluss zu machen – es sei denn, Sie sammeln aufgenommene Videos dauerhaft auf dem Gerät oder schneiden hochauflösendes Material direkt auf dem Smartphone.
Der endgültige Preis kann je nach Händler und laufenden Aktionen abweichen.
6. Galaxy Fold8 Wide Farben: Welche Optionen haben Sie?
Die Galaxy Fold8 Wide Farben umfassen Graphite, Cream und Lavender, dazu kommt das nur über den Online-Kanal erhältliche Pistachio – insgesamt also vier.
- Graphite — bei allen drei Modellen der Reihe
- Cream — bei allen drei Modellen der Reihe
- Lavender — nur beim Wide
- Pistachio — nur beim Wide (exklusiv im Samsung Online Shop und in der Samsung Shop App)
Lavender und Pistachio gibt es ausschließlich beim Fold8 Wide.
Beim Ultra sind Violet Shadow und Green Shadow modellexklusiv, beim Flip8 sind es Pink und Mint.
Die Materialien sind unabhängig von der Farbe identisch.
Der Rahmen besteht aus Armor-Aluminium, das Cover-Display aus Gorilla Glass Ceramic 3 und die Rückseite aus Gorilla Glass Victus 2.
☑️ Marktstart, Garantie und Ersatzteile
Der offizielle Marktstart ist der 7. August 2026.
Die Herstellergarantie beträgt 24 Monate für das Gerät und 12 Monate für den fest verbauten Akku.
Bei den Ersatzteilen greift zusätzlich die EU-Ökodesign-Verordnung 2023/1670: Hersteller müssen zentrale Ersatzteile wie Akku, Display und Kamera noch mindestens sieben Jahre nach Verkaufsende bereitstellen und innerhalb von fünf bis zehn Arbeitstagen liefern.
Gerade bei einem Foldable mit beweglichem Scharnier zählt die Reparierbarkeit stärker als bei einem gewöhnlichen Smartphone.
Die Ersatzteilversorgung hält damit weitgehend Schritt mit dem Software-Support bis 2033 – wenn Sie das Gerät lange nutzen wollen, sind Sie an dieser Stelle abgesichert.
7. Galaxy Fold8 Wide vs Ultra Unterschied: Wie fällt die Abwägung aus?
Entscheidend ist, was Sie für die Differenz von rund 200 € bekommen und was Sie dafür abgeben.
| Merkmal | Fold8 Wide | Fold8 Ultra |
|---|---|---|
| Display | 7,6 Zoll, 4:3 (weniger Letterbox) | 8,0 Zoll, günstiger für zwei Apps nebeneinander |
| Gewicht und Dicke | 201 g / 9,7 mm | 215 g / 8,9 mm |
| Kamera | 50 MP Weitwinkel + 50 MP Ultraweitwinkel | 200 MP + Ultraweitwinkel + 3-fach-Tele |
| Dauerleistung | 14,1 % schwächer bei der Grafik | Erweiterte Kühlkonstruktion |
| Flex-Modus | Nicht verfügbar | Verfügbar |
| Preis | 1.999 € | 2.199 € |
Wenn Sie sich statt für das Ultra für das Fold8 Wide entscheiden, sparen Sie 14 g Gewicht, bekommen das 4:3-Format und zahlen 200 € weniger.
Dafür fehlen Teleobjektiv und Flex-Modus, und die Grafikleistung liegt 14,1 % darunter.
Persönlich sehe ich als erstes Entscheidungskriterium die Frage, ob die drei fehlenden Punkte schwerer wiegen als das, was die beiden vorhandenen Ihnen bringen.
Wenn Sie Tele, Flex-Modus und Grafikreserven häufig nutzen, ist das Ultra die richtige Wahl.
Wenn Sie umgekehrt viel Zeit mit Videos verbringen und dem 4:3-Format einen hohen Wert beimessen, spricht das für das Wide – selbst dann, wenn Sie die drei Punkte regelmäßig nutzen.
Denn 14 g und das Displayformat spüren Sie jeden Tag, das Tele vermissen Sie nur beim Fotografieren.
Auch die Preisdifferenz von rund 200 € gehört in die Rechnung.
Wenn die Waage ohnehin im Gleichgewicht steht, kann dieser Betrag den Ausschlag geben.
💡 FAQ
Q1. Ich nutze ein Galaxy Z Fold7 – lohnt sich der Wechsel auf dieses Modell?
Der direkte Nachfolger des Fold7 ist das Ultra, das Fold8 Wide dagegen ein eigenständiges Modell mit anderer Form.
Wenn Sie es als Generationswechsel betrachten, kommen Sie deshalb zu einer schiefen Einschätzung. Das erste Kriterium ist, ob Ihnen das 4:3-Format zusagt.
Reizt Sie dieses Format nicht, ist das Wide kein Kandidat und der Vergleich mit dem Ultra der passendere Weg. Passt 4:3 zu Ihnen, folgt als Nächstes die Kamera.
Da es sich um eine Konstruktion mit zwei Objektiven ohne optisches Tele handelt, kann dieser Punkt stören, wenn Sie viel fotografieren.
Q2. Lässt sich der S Pen mit dem Galaxy Fold8 Wide nutzen?
Nein. Weder das Fold8 Wide noch das Fold8 Ultra unterstützen den S Pen. Der Grund ist die Bauhöhe.
Für den S Pen müsste unter dem Display eine Digitizer-Schicht für Druckstufen und Handballenerkennung sitzen, und genau diese Schicht hat Samsung zugunsten einer geringeren Dicke gestrichen. Das einzige Gerät im aktuellen Samsung-Portfolio mit integriertem S Pen ist das Galaxy S26 Ultra.
✨ Abschließende Einschätzung
Das Galaxy Fold8 Wide ist ein Foldable, das Samsung mit Blick auf Bedienbarkeit im zugeklappten Zustand und auf Gewicht neu konzipiert hat.
Die 201 g als leichtestes Galaxy Z Fold aller Zeiten, das 4:3-Hauptdisplay, das 10:16-Display im zugeklappten Zustand und der um 200 € niedrigere Preis gegenüber dem Ultra sprechen für dieses Modell.
Dafür fehlt das optische Tele, es gibt keinen Flex-Modus, und bei langer Last fällt die Wärmeentwicklung vergleichsweise hoch aus.
Wie sich die Falte über längere Zeit verändert, wie viel das Scharnier aushält und wie schnell sich die App-Optimierung für 4:3 durchsetzt, bleiben Punkte, die sich erst mit der Zeit klären.
Am Ende engt sich der Grund für dieses Modell auf eine einzige Frage ein: Bringt Ihnen das 4:3-Format einen echten Mehrwert?
Teilen Sie Ihre Meinung gern in den Kommentaren – uns interessiert besonders, welches Kriterium bei Ihnen den Ausschlag gibt.



