Die Galaxy Buds4 Pro sind seit einem Monat auf dem Markt.
In Online-Foren und sozialen Medien gehen die Meinungen weit auseinander.
Auf der einen Seite steht begeistertes Lob wie „bester Klang in dieser Preisklasse“, auf der anderen Seite Frustration über Grundrauschen, das bei manchen Nutzern zur Rücksendung geführt hat.
Lohnt sich der Kauf zum aktuellen Zeitpunkt?
Auf Basis von Praxisdaten und Testberichten haben wir alles zusammengefasst, was Sie vor dem Kauf der Samsung Buds4 Pro wissen sollten — von Klangqualität über ANC und Akkulaufzeit bis hin zu den ersten Firmware-Problemen.
ℹ️ Dieser Beitrag enthält spezifikationsbasierte Infografiken und KI-generierte Konzeptbilder. Die Konzeptbilder können vom tatsächlichen Produkt abweichen.
📌 Kernpunkte — das Wichtigste auf einen Blick
- Klar belegt → Der Klang gehört zum Besten in dieser Preisklasse, und der Tragekomfort wird als der bequemste aller bisherigen Buds-Generationen eingestuft.
- Starker Pluspunkt → Das ANC hat sich gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert, und auch der Transparenzmodus wirkt spürbar natürlicher.
- Noch offen → Es gibt Berichte über ANC-Ungleichgewicht zwischen links und rechts, Grundrauschen sowie ungewöhnlich schnellen Akkuverbrauch des Ladecase. Zudem bleibt die Akkulaufzeit kürzer als bei der Konkurrenz.
- Mit Samsung-Smartphone klare Empfehlung, ohne eher abwägen → Die meisten Kernfunktionen sind Samsung-Geräten vorbehalten.
- 📌 Kernpunkte — das Wichtigste auf einen Blick
- 1. Design und Tragekomfort — endgültig ein eigenständiger Look
- 2. Klangqualität — „Bester Sound in dieser Preisklasse" ist keine Übertreibung
- 3. ANC und Transparenzmodus — deutlich besser, aber nicht die Spitze
- 4. Akkulaufzeit — kurz, aber aus gutem Grund
- 5. Samsung-Ökosystem — Pflichtlektüre für Nicht-Samsung-Nutzer
- 6. Neue Funktionen — im Alltag überraschend nützlich
- 7. Einen Monat nach dem Start — welche Probleme gibt es?
- 8. Lohnt sich der Umstieg von den Buds3 Pro?
- 💡 FAQ
- ✨ Fazit
1. Design und Tragekomfort — endgültig ein eigenständiger Look
Beim Vorgänger, den Buds3 Pro, war der Stiel (der nach unten ragende Teil) noch dreieckig und kantig geformt.
Bei den Galaxy Buds4 Pro ist er zu einer flachen, rechteckigen Metallfläche geworden.
Die LED-Beleuchtung am Stiel ist verschwunden, und die Kombination aus transparentem Gehäuse und Metalloberfläche sorgt für einen eigenständigen Look, der sich klar von den AirPods abhebt — so die einhellige Meinung.
Der Tragekomfort ist in dieser Generation der am häufigsten gelobte Aspekt.
Samsung hat die Ohrhörer-Köpfe auf Basis von über 100 Millionen Ohr-Scans kleiner und passgenauer gestaltet, bei einem Gewicht von nur 5,1 g.
Mark Ellis Reviews bezeichnete sie als eines der bequemsten In-Ear-Modelle überhaupt, und in Foren berichten Nutzer, dass die Buds4 Pro selbst beim Joggen oder im Fitnessstudio sicher sitzen und nicht herausfallen.
Allerdings liegen nur drei Aufsatzgrößen (S/M/L) bei, sodass der Sitz je nach Ohrform nicht bei jedem perfekt ausfällt.
Auch das bereits vom Vorgänger bekannte Problem mit einreißenden Ohrstöpseln beim Wechseln scheint noch nicht vollständig gelöst — auf Reddit gibt es entsprechende Berichte.
Beim Wechsel also besser vorsichtig vorgehen.
☑️ Transparentes Ladecase — schick, aber mit Einschränkungen
Auch das Ladeetui wurde neu konstruiert.
Die Buds3 Pro steckte man noch vertikal hinein, die Galaxy Buds4 Pro werden hingegen liegend eingesetzt, und der Deckel öffnet sich nach oben — ein Clamshell-Design (Muschelprinzip).
Der transparente Deckel ermöglicht es, auf einen Blick zu sehen, ob die Ohrhörer im Case liegen.
Das Design überzeugt optisch, die Frage ist aber, wie praxistauglich es ist.
SoundGuys berichtete bereits beim Unpacked-Event, dass Fingerabdrücke und Kratzer auf dem transparenten Deckel extrem schnell sichtbar werden.
Headphonecheck bemängelte zudem, dass das Öffnen unnötig viel Kraft erfordert.
Im Ergebnis wird eine TPU- oder Silikonhülle praktisch zum Pflichtzubehör.
2. Klangqualität — „Bester Sound in dieser Preisklasse“ ist keine Übertreibung
Die Treiberbestückung wurde überarbeitet.
Die Kombination besteht aus einem 11-mm-Woofer (dynamisch, für den Bass) und einem 5,4-mm-Tweeter (planar-magnetisch, für die Höhen).
Im Vergleich zum Vorgänger (10 mm + 6,1 mm) ist die Membranfläche des Bass-Treibers um rund 20 % gewachsen.
Der Tweeter ist zwar kleiner geworden, die Gesamtbalance hat sich aber laut übereinstimmenden Bewertungen deutlich verbessert.
Die Klangqualität ist der Aspekt, der in Testberichten und Foren am konstantesten gelobt wird.
TechRadar sieht die Galaxy Buds4 Pro auf Augenhöhe mit dedizierten Triple-Driver-Modellen aus dem Audiophile-Segment.
Headphonecheck lobt den tiefen, kontrollierten Bass und die detailreichen, ermüdungsfreien Höhen.
Das beim Vorgänger kritisierte scharfe Obertonspektrum im Bereich 1–2 kHz wurde entschärft — Gesang und Instrumente klingen dadurch auch bei langen Hörsessions angenehm und nicht aufdringlich.
Auch Praxisnutzer auf Reddit bestätigen, dass der UHQ-Modus bei 96 kHz besonders saubere Höhen und Bässe liefert und der Klang gegenüber den Buds3 Pro hörbar besser geworden ist.
Der Grundtenor in den Foren lautet weniger „revolutionär anders“, sondern eher „feiner abgestimmt und sauberer“.
Auch die Klanganpassung bietet viele Möglichkeiten.
Ein 9-Band-Equalizer erlaubt Feintuning, dazu kommen vorkonfigurierte EQ-Presets.
Adaptive EQ analysiert die Ohrform und passt den Klang automatisch an.
Ab One UI 8.5 lassen sich sogar pro App unterschiedliche EQ-Profile speichern — etwa bassbetonter Klang für die Musik-App und stimmoptimiertes Profil für YouTube.
Wer seinen Klang gerne individuell abstimmt, findet hier ein willkommenes Feature.
☑️ Auch die Gesprächsqualität hat sich deutlich verbessert
Drei High-SNR-Mikrofone und ein VPU-Sensor (zur Erfassung von Stimmvibrationen) ermöglichen HD Voice.
In Testberichten wird die Mikrofonqualität auf dem Niveau der AirPods Pro 3 eingestuft — also auf Klassenbeste-Niveau.
Wenn Sie häufig im Homeoffice telefonieren oder Videokonferenzen führen, dürfte der Unterschied deutlich spürbar sein.
☑️ SSC-Codec und fehlendes LDAC — ein zweischneidiges Schwert
Um das volle Klangpotenzial auszuschöpfen, ist ein Samsung-Gerät Pflicht.
Der SSC-UHQ-Codec (24 Bit/96 kHz) wird erst ab dem Galaxy S23 aktiviert — auf Nicht-Samsung-Geräten bleibt nur AAC/SBC.
RecordingNOW beziffert den Unterschied zwischen SSC UHQ und AAC auf etwa 5–10 %. Gelegenheitshörer werden das kaum bemerken.
Wer aber regelmäßig Musik hört und auf Klangdetails achtet, für den machen diese 5–10 % einen echten Unterschied — vor allem bei der Feinzeichnung in den Höhen und der räumlichen Abbildung.
Auf Samsung-Smartphones lohnt es sich also, den Modus zu aktivieren.
UHQ Audio ist standardmäßig deaktiviert — Sie finden die Option unter Ohrhörer-Einstellungen → Tonqualität und Soundeffekte → Erweiterte Tonqualität.
Übrigens: SSC UHQ verbessert die Bluetooth-Übertragungsqualität generell, also auch bei normalem Streaming.
In Kombination mit verlustfreien Formaten wie FLAC wird der Effekt aber am deutlichsten.
Das größere Problem: Bei einem Preis von 249 € fehlt die Unterstützung für LDAC, aptX und andere herstellerübergreifende Hi-Res-Codecs komplett.
Aus persönlicher Sicht ist das der größte Kritikpunkt.
Wer ein Nicht-Samsung-Android-Smartphone nutzt, hat schlicht keine Möglichkeit, hochauflösendes Audio zu genießen.
3. ANC und Transparenzmodus — deutlich besser, aber nicht die Spitze
Die Buds3 Pro standen in der Kritik, beim ANC sogar einen Rückschritt gegenüber den Buds2 Pro gemacht zu haben.
Mit Adaptive ANC 2.0 haben die Samsung Buds4 Pro das klar korrigiert.
SoundGuys hat im Messtest ermittelt, dass im maximalen ANC-Modus durchschnittlich 84 % des hörbaren Umgebungslärms unterdrückt werden — besonders effektiv bei tieffrequentem Lärm wie U-Bahn- oder Flugzeugturbinen.
Das absolute Spitzenniveau erreichen die Buds4 Pro allerdings nicht.
Im Bereich 500 Hz–1,1 kHz (Stimmen, Cafégeräusche und andere Mittenfrequenzen) lässt die Wirkung etwas nach — Gespräche in der Umgebung werden nicht vollständig ausgeblendet.
Im Vergleich mit der Konkurrenz ordnen sich die Buds4 Pro so ein:
| Produkt | ANC-Niveau |
|---|---|
| Bose QC Ultra Earbuds 2 | Derzeit Klassenbeste |
| AirPods Pro 3 / Sony WF-1000XM6 | Spitzentier |
| Galaxy Buds4 Pro | Premium-Tier (knapp unter der Spitze) |
| Galaxy Buds3 Pro | Gehobene Mittelklasse |
Der Transparenzmodus (Ambient Mode) wird als sehr natürlich bewertet — das Klangbild wirkt, als hätte man gar keine Ohrhörer eingesetzt.
Voice Detect (Spracherkennung) ist ebenfalls praktisch: Sobald Sie anfangen zu sprechen, wechseln die Buds4 Pro automatisch in den Transparenzmodus.
Über Siren Detect (Sirenenerkennung) lässt sich außerdem einstellen, dass bei Notfallsirenen automatisch in den Transparenzmodus umgeschaltet wird.
Sowohl beim ANC als auch beim Transparenzmodus gibt es allerdings vereinzelte Anfangsprobleme — dazu mehr im Abschnitt zu den frühen Problemen weiter unten.
4. Akkulaufzeit — kurz, aber aus gutem Grund
Die Ohrhörer der Samsung Buds4 Pro haben einen Akku mit 57 mAh (nominal) / 61 mAh (typisch), das Ladecase fasst 530 mAh — jeweils etwas mehr als beim Vorgänger.
Die offizielle Wiedergabezeit beträgt bei aktiviertem ANC 6 Stunden, mit Case insgesamt 26 Stunden.
Im Praxistest von SoundGuys wurden 6 Stunden und 1 Minute gemessen — fast deckungsgleich mit Samsungs Angabe.
Bei reduzierter Lautstärke sind laut Testberichten bis zu 7 Stunden möglich.
Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz fehlen rund 2 Stunden Wiedergabezeit:
| Produkt | Wiedergabe mit ANC | Treiberaufbau |
|---|---|---|
| AirPods Pro 3 | 8 Stunden | Einzel-Dynamiktreiber |
| Sony WF-1000XM6 | 8 Stunden | Einzel-Dynamiktreiber |
| Galaxy Buds4 Pro | 6 Stunden | Dual-Treiber (Dynamik + Planar) |
Auf den ersten Blick ein klarer Nachteil.
Vergleicht man aber die Akkukapazität, ergibt sich ein anderes Bild.
Die 57–61 mAh der Samsung Buds4 Pro sind sogar etwas größer als bei den AirPods Pro 3 (56 mAh).
Sony WF-1000XM6 und Bose QC Ultra 2 veröffentlichen keine genauen Kapazitätswerte, aber die Unterschiede in dieser Preisklasse sind erfahrungsgemäß gering.
☑️ Es liegt nicht am Akku, dass die Wiedergabezeit kürzer ausfällt
Den Unterschied macht der Treiberaufbau.
Die Konkurrenz setzt durchweg auf einen einzelnen dynamischen Treiber.
Die Buds4 Pro kombinieren dagegen einen 11-mm-Dynamiktreiber (Bass) mit einem 5,4-mm-Planar-Magnetiktreiber (Höhen) in einer Dual-Treiber-Konfiguration.
Ein Planartreiber arbeitet mit einer dünnen Membran, die über die gesamte Fläche gleichmäßig schwingt.
Das Ergebnis sind besonders detailreiche, verzerrungsarme Höhen.
Genau dieser Planartreiber ist der Grund, warum praktisch alle Testberichte die Klangqualität als größten Pluspunkt hervorheben — allerdings verbraucht er auch deutlich mehr Energie.
Die 6 Stunden Akkulaufzeit der Buds4 Pro sind also nicht das Ergebnis eines zu kleinen Akkus, sondern der Preis für das Klangniveau, das in dieser Preisklasse seinesgleichen sucht.
Es ist eine bewusste Designentscheidung von Samsung zugunsten der Klangqualität.
Im SSC-UHQ-Modus sinkt die Laufzeit auf rund 4,7 Stunden — wer häufig im Hi-Res-Modus hört, sollte sich angewöhnen, die Ohrhörer zwischendurch kurz im Case aufzuladen.
Geladen wird über USB-C, kabelloses Qi-Laden und Wireless PowerShare.
Allerdings gibt es keine Schnellladefunktion.
Bei der Konkurrenz liefert etwa die Sony WF-1000XM6 nach 5 Minuten Laden bereits 1 Stunde Wiedergabe.
Angesichts der ohnehin kürzeren Laufzeit wiegt das Fehlen einer Schnellladefunktion bei den Galaxy Buds4 Pro doppelt schwer.
5. Samsung-Ökosystem — Pflichtlektüre für Nicht-Samsung-Nutzer
Ein erheblicher Teil der Buds4 Pro features ist ausschließlich Samsung-Galaxy-Geräten vorbehalten.
| Plattform | Verfügbare Funktionen |
|---|---|
| Samsung Galaxy | HD Voice, UHQ Audio, 360 Audio, Bixby/Gemini, Dolmetscher, Kopfgesten, Gaming Mode |
| Nicht-Samsung Android | ANC, Transparenz, Basis-EQ, Touch-Steuerung (Galaxy Wearable App erforderlich) |
| iOS / PC | Bluetooth-Basisverbindung, Standard-Telefonie, ANC, Transparenz |
☑️ Bluetooth-Multipoint wird ebenfalls nicht unterstützt
Multipoint ermöglicht die gleichzeitige Verbindung mit zwei oder mehr Geräten und wechselt nahtlos zur aktiven Audioquelle.
Die Samsung Buds4 Pro unterstützen das nicht.
Stattdessen gibt es Auto Switch — das funktioniert aber nur zwischen Samsung-Geräten.
Dabei handelt es sich nicht um eine echte Parallelverbindung, sondern um ein Trennen und Neuverbinden, was mit einer kurzen Verzögerung einhergeht.
Da dies nur zwischen Samsung-Geräten funktioniert, fällt etwa die Kombination Galaxy-Smartphone plus Windows-Notebook leider komplett weg — ein spürbarer Nachteil im Alltag.
Dass bei einem Preis von 249 € im Jahr 2026 kein Multipoint geboten wird, bewerten die meisten Testberichte als einen der gravierendsten Schwachpunkte.
Die Reaktion in den Foren lässt sich auf eine Aussage verdichten:
„Mit Samsung-Smartphone klare Empfehlung, ohne Samsung eher schwierig.“ Aus persönlicher Sicht trifft das den Kern der Sache.
6. Neue Funktionen — im Alltag überraschend nützlich
Kopfgesten (Head Gesture) erkennt über die Bewegungssensoren in den Ohrhörern, wie Sie Ihren Kopf bewegen.
Nicken Sie, um einen Anruf anzunehmen. Schütteln Sie den Kopf, um ihn abzulehnen.
Ein Reddit-Nutzer beschrieb die Erfahrung beim Kochen, Einkaufen und Joggen — Anrufe einfach per Kopfnicken annehmen — als „Komfort 10/10, Peinlichkeitsfaktor 2/10″.
In den Foren zeigt sich, dass viele diese Funktion häufiger nutzen als erwartet, gerade wenn die Hände nicht frei sind.
Aktuell beschränkt sich die Funktion noch auf Anrufannahme und -ablehnung und setzt One UI 8.5 sowie Bixby-Aktivierung voraus.
Live Translate (Echtzeitübersetzung) bekommt ebenfalls viel positives Feedback.
In Verbindung mit dem Galaxy S26 werden 22 Sprachen unterstützt.
Bei Telefonaten wird die Stimme des Gegenübers übersetzt und direkt über die Ohrhörer wiedergegeben.
Bei persönlichen Gesprächen hören Sie die Übersetzung Ihres Gegenübers über die Buds4 Pro, während Ihre eigenen Worte über den Lautsprecher des Smartphones übersetzt werden.
Das ist deutlich natürlicher als bei klassischen Übersetzungs-Apps, bei denen man ständig das Display hin und her reichen muss.
Kopfgesten und Echtzeitübersetzung sind beide attraktive Buds4 Pro features, allerdings sind beide exklusiv für Samsung-Geräte und abhängig von der jeweiligen OS-Version — ein Einschränkung, die man im Hinterkopf behalten sollte.
7. Einen Monat nach dem Start — welche Probleme gibt es?
Die Galaxy Buds4 Pro haben klare Stärken, aber nach einem Monat auf dem Markt gibt es auch eine Reihe von Anfangsproblemen, die in Foren gemeldet werden.
Wenn Sie einen Kauf erwägen, sollten Sie diese Punkte kennen.
☑️ Grundrauschen / Hiss-Geräusch — das am häufigsten gemeldete Problem
In Reddit-Threads vom 11. und 18. März wurde wiederholt über Grundrauschen berichtet.
Es tritt ein mechanisches Zischgeräusch auf, wenn ANC oder Transparenzmodus aktiviert ist — bei reiner Musikwiedergabe scheint es nicht aufzutreten.
Manche Nutzer berichten, dass eine Einstellungsänderung (Deaktivierung von „Umgebungsgeräusche während Anrufen“) das Problem abschwächt, die Rückmeldungen sind aber uneinheitlich — bei einigen wirkt es, bei anderen nicht.
Es handelt sich wahrscheinlich um Exemplarstreuung oder ein Firmware-Problem.
Da das Auftreten von Einheit zu Einheit variiert, empfiehlt es sich, nach dem Kauf gezielt darauf zu achten.
☑️ Akkuverbrauch des Ladecase — über dem normalen Bereich
Am 27. März auf Reddit dokumentierten mehrere Nutzer, dass der Case-Akku sich auch im Ruhezustand ungewöhnlich schnell entleert.
In den Kommentaren wurde von etwa 10 % pro Tag bzw. rund 1 % pro Stunde berichtet.
Manche vermuten die Find-Funktion als Ursache, da das Case ständig ein Bluetooth-Signal sendet.
Andere gehen von einem Firmware-Bug aus, der per Update behoben werden dürfte. Die genaue Ursache ist bislang unklar.
☑️ ANC-Ungleichgewicht links/rechts — bei mehreren Exemplaren reproduziert
Dieses Problem wurde in der Samsung Community am ausführlichsten dokumentiert.
Ein Nutzer hat bei vier aufeinanderfolgenden Exemplaren denselben Defekt erlebt: Das ANC im linken Ohrhörer war deutlich schwächer als im rechten.
Der dazugehörige Fehlerbericht ist sehr detailliert.
Werksreset, Aufsatzwechsel, Firmware-Update, Mikrofonreinigung — nichts hat geholfen.
Bei allen drei genannten Problemen gibt es gleichzeitig Nutzer, die melden, dass ihr Exemplar einwandfrei funktioniert.
Es handelt sich also offensichtlich nicht um einen generellen Defekt. Dennoch empfiehlt es sich, nach dem Kauf gründlich zu prüfen.
8. Lohnt sich der Umstieg von den Buds3 Pro?
Wer derzeit die Galaxy Buds3 Pro nutzt, wird sich genau diese Frage stellen.
Auf Basis der Testberichte und Forenbeiträge ergibt sich folgendes Bild.
☑️ Der Umstieg lohnt sich, wenn:
- Sie mit dem Tragekomfort oder der Passform der Buds3 Pro unzufrieden waren → Die verbesserte Passform ist der am stärksten spürbare Fortschritt
- Sie vom ANC enttäuscht waren → Hier gibt es eine klare Verbesserung
- Sie viel telefonieren und Mikrofonqualität wichtig ist → Jetzt auf Spitzenniveau
- Sie Kopfgesten, KI-Integration und andere Buds4 Pro features ausprobieren möchten
☑️ Kein zwingender Grund zum Wechsel, wenn:
- Sie mit den Buds3 Pro insgesamt zufrieden sind
- Sie sich vor allem eine längere Akkulaufzeit wünschen → Hier hat sich wenig verändert
- Sie kein Samsung-Gerät nutzen → Die meisten neuen Funktionen sind dann nicht verfügbar
Zum Preis: Die Galaxy Buds4 Pro starten mit einer UVP von 249 € — identisch zum Vorgänger, also eine Preiskonstanz, die man in dieser Branche nicht selbstverständlich nehmen sollte.
Im Vergleich mit der direkten Konkurrenz sieht das so aus:
| Produkt | UVP (Deutschland) |
|---|---|
| Sony WF-1000XM6 | 299 € |
| Bose QC Ultra Earbuds 2 | 299 € |
| AirPods Pro 3 | 249 € |
| Galaxy Buds4 Pro | 249 € |
Die Samsung Galaxy Buds4 Pro liegen damit 50 € unter Sony und Bose und auf gleichem Niveau wie die AirPods Pro 3.
Allerdings bieten Bose und Sony Multipoint, herstellerübergreifende Codecs und volle Funktionalität ohne Plattformeinschränkung.
Wer kein Samsung-Smartphone nutzt, bekommt dort für den Aufpreis von 50 € deutlich mehr Flexibilität.
💡 FAQ
✨ Fazit
Die Samsung Galaxy Buds4 Pro sind in puncto Klang und Tragekomfort das bislang ausgereifteste Produkt der Buds-Serie.
Das ANC hat die Schwächen des Vorgängers klar aufgeholt, und die Mikrofonqualität bei Telefonaten ist auf Klassenbeste-Niveau angekommen.
Auch neue Features wie Kopfgesten und Echtzeitübersetzung erweisen sich im Alltag als überraschend praktisch.
Gleichzeitig sind die Anfangsprobleme — Grundrauschen, ANC-Ungleichgewicht, Case-Akkuverbrauch — noch nicht behoben, und die Wiedergabezeit bleibt kürzer als bei der Konkurrenz.
Wie oben erläutert, ist die Akkukapazität selbst vergleichbar oder sogar etwas größer als bei den Mitbewerbern.
Es ist der Dual-Treiber-Aufbau, der mehr Energie verbraucht — ein klassischer Kompromiss.
Man kann das als bewusste Designentscheidung zugunsten der Klangqualität sehen.
Wer aber regelmäßig mehr als 6 Stunden am Stück hört, sollte das einkalkulieren.
Vor allem gilt: Die meisten Kernfunktionen sind exklusiv für Samsung-Geräte — das muss vor dem Kauf klar sein.
Zusammengefasst:
Wer ein Samsung-Smartphone nutzt und Klang sowie Tragekomfort als wichtigstes Kriterium sieht, für den sind die Galaxy Buds4 Pro aktuell die attraktivste Wahl — und das bei einem Preis von 249 €, der die direkte Konkurrenz von Sony und Bose um 50 € unterbietet.
Wer dagegen ein Nicht-Samsung-Gerät nutzt oder Wert auf Akkulaufzeit und Plattformflexibilität legt, sollte die Sony WF-1000XM6 oder Bose QC Ultra Earbuds 2 in Betracht ziehen.
Persönlich hat Samsung bei den Buds4 Pro gezeigt, dass es Klangqualität ernst nimmt.
Wenn die Anfangsfehler per Firmware-Update behoben werden, dürften die Samsung Buds4 Pro den Titel „Beste In-Ears für Samsung-Nutzer“ verdient für sich beanspruchen.
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