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In dieser iPhone-Kamera bewegen sich sechs Lamellen, die dünner sind als ein menschliches Haar.
Das ist die variable Blende des iPhone 18 Pro, neu in dieser Generation. Aber ist sie wirklich nützlich?
Zunächst: Was ist eine Blende überhaupt? Sie ist die Öffnung, die steuert, wie viel Licht durch das Objektiv fällt. Ist sie weit geöffnet, kommt mehr Licht herein. Das hilft natürlich bei Dunkelheit. Eine offene Blende braucht man auch für einen unscharfen Hintergrund, das sogenannte Bokeh. Wird sie eng gestellt, passiert das Gegenteil: Motiv und Hintergrund werden gleichmäßig scharf.

Bisher war diese Öffnung beim iPhone fest. Die Größe der Blende wird als Zahl angegeben.
Je kleiner die Zahl, desto weiter die Öffnung und desto mehr Licht fällt ein. Das iPhone 17 Pro hatte nur eine Einstellung: ƒ/1.78. Das iPhone 18 Pro bewegt sich in vier Stufen von ƒ/1.48 bis ƒ/4.0. Ganz geöffnet fällt rund 1,45-mal so viel Licht ein wie zuvor. Laut Apple werden Fotos bei wenig Licht dadurch rund 50 Prozent besser.

Standardmäßig wählt die Kamera die passende Stufe für die Szene. Den Blendenwert kann man aber auch selbst einstellen.
Also, ist sie nützlich? Das wissen wir noch nicht. Die ersten Eindrücke gingen auseinander. Tom’s Guide, eine Tech-News-Seite, berichtete von einer deutlich anderen Hintergrundunschärfe. Engadget, eine andere Tech-News-Seite, konnte den Unterschied kaum erkennen. Die Demo fand zudem nur in Innenräumen statt. Fotos bei wenig Licht, der eigentliche Zweck dieser Funktion, ließen sich also gar nicht erst testen.
Dazu kommt eine weitere Variable. Je kleiner der Kamerasensor, desto weniger wirkt sich die Blende auf die Hintergrundunschärfe aus. Smartphone-Sensoren sind generell klein. Und Apple hat die Sensorgröße diesmal nicht genannt.
Es gibt auch Grenzen. Die Blende lässt sich nicht so fein abstufen wie bei einer normalen Kamera. Sie springt nur zwischen vier festen Stufen. Nur die Hauptkamera hat sie. Und die dünnen Lamellen und beweglichen Teile wecken Zweifel an der Haltbarkeit.
Die variable Blende ist keine neue Idee. Das Galaxy S9 und das S10 hatten eine Blende mit zwei Stufen. Mit dem S20 hat Samsung sie wieder gestrichen. Eine Premiere für das iPhone also, aber nicht für Smartphones.
Alle Funktionen des iPhone 18 Pro und was sich gegenüber dem Vorgänger geändert hat, zeigen die ausführlichen Videos.
iPhone 18 Pro variable Blende: die wichtigsten Zahlen
- Blende ƒ/1.48 bis ƒ/4.0 in 4 Stufen (iPhone 17 Pro: fest ƒ/1.78)
- Ganz offen rund 1,45-mal so viel Licht, Fotos bei wenig Licht rund 50 Prozent besser (Angabe von Apple, nicht geprüft)
- Nur die Hauptkamera, Sensorgröße nicht genannt
💡 FAQ
Q1. Hat jede Kamera des iPhone 18 Pro die variable Blende?
Nein. Nur die Hauptkamera hat sie. Das 13-mm-Ultraweitwinkel bleibt bei ƒ/2.2 und das 100-mm-Tele bei ƒ/2.8, beide fest.
Q2. Kann ich die Blende selbst einstellen?
Ja. Standardmäßig wählt die Kamera eine Stufe passend zur Szene, man kann sie aber auch selbst festlegen. Stufenlos geht es allerdings nicht: Sie bewegt sich nur zwischen vier festen Stufen, ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0. Die Kamera-App bekam außerdem manuelle Regler für Verschlusszeit und Weißabgleich sowie ein Histogramm.
Q3. Ist eine bewegliche Blende ein Haltbarkeitsrisiko?
Lamellen, die dünner sind als ein Haar, und bewegliche Teile im Handy wecken Zweifel an der Haltbarkeit, und diese Kritik kam direkt nach der Vorstellung auf. Laut Apple bestehen die Lamellen aus einem Material, das mit Blick auf die Haltbarkeit gewählt wurde. Stand Oktober 2026, zum Zeitpunkt dieses Beitrags, liegen aber noch keine Ergebnisse von Dauertests vor.
Mehr dazu
- 📝 Alle technischen Daten und Details 👉 iPhone 18 Pro: Was ändern variable Blende und erstmals 2 nm?
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